27 April, 2026

Kulturelle Brücke zwischen Bayern und der Ukraine: Ausstellung über die einzigartige deutsche Gemeinschaft der Schönborn-Franken in der Ukraine

Delegation der Ukrainische Freien Universität unter der Leitung der Rektorin, Prof. Larysa Didkovska, nahm an einer bedeutenden Veranstaltung zur deutschen Präsenz in der Ukraine sowie zu den historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern und Völkern teil – der Eröffnung der Ausstellung „Schönborn-Franken – von Franken nach Transkarpatien“ am 23. April im Haus des Deutschen Ostens.
Die einzigartige deutsche Gemeinschaft der Schönborn-Franken lebt heute überwiegend in der Umgebung der Städte Uschhorod und Mukachevo. Vor mehr als 250 Jahren fanden Menschen aus deutschen Gebieten – insbesondere aus Mainfranken – eine neue Heimat im heutigen Transkarpatien. Diese sogenannten Schönborn-Franken leisteten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und wirtschaftlichen Entwicklung der Region und sind bis heute ein lebendiges Zeugnis deutscher Präsenz in der Ukraine.
In seinem Vortrag gab der Historiker Dr. Rudolf Distler einen fundierten Einblick in die fast 300-jährige Geschichte der Franken in Transkarpatien – von ihrer Ansiedlung über die Deportationen nach Sibirien während des Zweiten Weltkriegs bis hin zur heutigen ihrer Nachfahren im Kontext der russischen Aggression gegen die Ukraine.
Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, Hartmut Koschyk, sprach über die Arbeit der Stiftung zur Unterstützung der deutschen Minderheit in der Region Transkarpatien, zur Förderung der deutsch-ukrainischen Beziehungen sowie zur Bereitstellung humanitärer und ziviler Hilfe für die Ukraine.
Besonders hervorzuheben sind dabei die regionale Zusammenarbeit zwischen Franken und der ukrainischen Region Transkarpatien, die Städtepartnerschaft zwischen Bamberg und Mukachevo, die Aktivitäten des Deutschen Hauses in Mukachevo sowie die ökumenischen Verbindungen zwischen katholischen und ukrainisch-griechisch-katholischen Kirchen. All dies zeigt die lebendige kulturelle, humanitäre und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen und Völkern.
Ausstellungsdauer: 24. April – 29. Mai 2026.
📝Dr.Roman Tiutenko
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