16 September, 2026

„JA zum Leben sagen!“: Treffen der UFU-Rektorin mit dem Frauenclub „Sophia“ in den USA

Am 15. September fand im Forum des Frauenclubs „Sophia“ der Religiösen Gesellschaft Ukrainischer Katholiken „St. Sophia“ der USA ein Treffen mit der Rektorin der UFU, Prof. Dr. Larysa Didkovska, statt. Thema ihres Vortrags war der aussagekräftige und heute besonders relevante Slogan: „JA zum Leben sagen!“.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die psychische Resilienz des Menschen in Zeiten anhaltender Unsicherheit, die Suche nach innerer und äußerer Unterstützung, die Wiederherstellung persönlicher Ressourcen und die Fähigkeit, selbst in schwierigsten Lebenslagen neue Sinnhaftigkeit zu finden.

Prof. Larysa Didkovska lenkte die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen unserer Zeit, in der vertraute Lebensmuster zusammenbrechen und sich neue erst herausbilden. Kontrollverlust, Sinnkrisen, emotionale Erschöpfung und die Notwendigkeit, sich ständig an Stress anzupassen, sind für Millionen von Menschen, insbesondere für Ukrainerinnen und Ukrainer, die unter den Folgen von Krieg, Vertreibung und anhaltender Unsicherheit leiden, zur Realität geworden.

Prof. Larysa Didkovska erläuterte zwei wichtige Dimensionen psychischer Resilienz: externe und interne Unterstützung. Zu den externen Unterstützungsfaktoren zählen vor allem die Unterstützung durch die Gemeinschaft, die Familie, Angehörige und Kollegen sowie die Struktur des Alltags: gewohnte Rituale, berufliche Aktivitäten, die Organisation des Wohnraums und grundlegende Ordnung im täglichen Leben. Ebenso wichtig sind interne Unterstützungsfaktoren: Selbstwahrnehmung, das Verständnis der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen sowie ein Wertekompass: Überzeugungen, ethische Richtlinien und spirituelle Resilienz.

Im Rahmen des Treffens wurden die wichtigsten Schritte zur Stärkung der inneren Ressourcen vorgestellt.

Der erste Schritt ist die Anerkennung der eigenen Gefühle: sich selbst zu erlauben, Angst, Furcht, Traurigkeit oder Verzweiflung zu empfinden, denn die Akzeptanz des eigenen Zustands ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Veränderung.

Der zweite Schritt ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse: ausreichend Schlaf, regelmäßige Ernährung, körperliche Aktivität und die Schaffung eines möglichst sicheren Umfelds.
Der dritte Schritt ist die Suche nach dem eigenen „Warum“. Dies bedeutet, persönliche Ziele zu überdenken und die grundlegende Frage zu beantworten: „Was ist wichtig, wofür ich weiterhin handle?“

In diesem Zusammenhang klangen Viktor Frankls Worte besonders symbolträchtig: „Man kann einem Menschen alles nehmen, außer einem: die letzte menschliche Freiheit – die Freiheit, seine Haltung zu jeder Situation zu wählen.“

Das Treffen mit Prof. Larysa Didkovska bot nicht nur die Gelegenheit, fachlichen Rat zu erhalten, sondern auch Raum zur Reflexion über die Rolle der Gemeinschaft in schwierigen Zeiten.

Pressemitteilung: Pressedienst der St. Sophia Society of the USA
Foto: Stephen Fartuszok

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