18 September, 2026

Herausforderungen und Ressourcen der ukrainischen Identität: Vortrag der Rektorin der UFU im Rahmen auf dem Forums der St. Sophia Society USA

Am 17. September fand im Rahmen der akademischen Abende der St. Sophia Society of the USA ein Vortrag der Rektorin der UFU, Prof. Dr. Larysa Didkovska, statt. Er widmete sich den psychologischen, spirituellen und soziokulturellen Dimensionen unserer Resilienz.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die psychologischen, spirituellen und soziokulturellen Dimensionen der ukrainischen Identität sowie Ressourcen, die Ukrainerinnen und Ukrainern helfen, ihre innere Resilienz, ihr nationales Selbstbewusstsein und ihre Fähigkeit zur Erholung zu bewahren.

„Krieg ist nicht nur eine Prüfung der Stärke physischer Ressourcen, sondern vor allem eine Prüfung der Tiefe und Authentizität unseres Selbstbewusstseins“, betonte Prof. Larysa Didkovska. Mit Blick auf die psychologischen Folgen eines umfassenden Krieges merkte die Rektorin der UVU an, dass Verluste, Vertreibung, Trennung von Angehörigen und die Zerstörung der gewohnten Lebensordnung langfristigen Stress verursachen und zu kollektiven psychischen Traumata führen.

Gleichzeitig beweist die ukrainische Gesellschaft eine hohe Resilienz – die Fähigkeit, Schmerz in Handeln umzuwandeln, sich zu vereinen, zu interagieren und sich schnell selbst zu organisieren. Diese Eigenschaften sind zu wichtigen Mechanismen geworden, nicht nur für das Überleben, sondern auch für den Schutz der ukrainischen Identität.

Zu den größten Herausforderungen der Kriegszeit zählte Prof. Didkovska die erzwungene Migration und Zerstreuung ukrainischer Familien, die Bedrohung des kulturellen Erbes, die emotionale Erschöpfung und die Burnout-Gefahr sowie die Notwendigkeit, enge Verbindungen zwischen der Ukraine und der weltweiten ukrainischen Diaspora aufrechtzuerhalten.

Die Rektorin widmete drei grundlegenden Dimensionen der Resilienz besondere Aufmerksamkeit. Die spirituelle Dimension basiert auf dem christlichen Glauben, ethischen Richtlinien und der Hoffnung auf Gerechtigkeit; die psychologische Dimension auf der Fähigkeit, Erfahrungen zu verarbeiten, Hoffnung zu bewahren und das eigene Subjektivitätsgefühl zu erhalten; die soziokulturelle Dimension auf Sprache, historischem Gedächtnis, Gemeinschaftssolidarität und Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.

Ein weiteres Thema des Abends war die Rolle ukrainischer spiritueller und intellektueller Institutionen bei der Bewahrung der nationalen Identität. Die Religiöse Gesellschaft der Ukrainischen Katholiken „Heilige Sophia“ der USA, die die Mission fortführt und den Willen von Patriarch Josef dem Blinden verkörpert, ist ein wichtiges Zentrum für die Bewahrung des ukrainischen spirituellen, kulturellen und historischen Erbes. Und die Ukrainische Freie Universität fördert seit über einem Jahrhundert Wissenschaft, Bildung und intellektuelle Tradition der Ukraine. Die Zusammenarbeit dieser Institutionen ist ein Beispiel dafür, wie spiritueller und intellektueller Dienst die ukrainische Gemeinschaft stärken können.

 

Photos und Pressemitteilung: Pressebüro St. Sophia Society of the USA

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