Der transatlantische Besuch der Rektorin der UVU, Prof. Dr. Larisa Didkovska, wird fortgesetzt. Nächste Station war die US-Hauptstadt, wo sie sich mit der Gemeinde der Pfarrei Heilige Familie traf.
Am Sonntag, dem 13. September, fand in der Pfarrei Heilige Familie in Washington, D.C., ein Treffen mit der Rektorin der UFU, Prof. Dr. Larysa Didkovska, statt. Prof. Didkovska teilte mit der Gemeinde ihre Gedanken zur Transformation und zur Bewahrung der ukrainischen Identität in Kriegszeiten.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die psychologischen und sozialen Folgen des umfassenden Angriffkrieges Russlands, die Veränderungen im Selbstverständnis der Ukrainer, die Rolle von Glaube, Kultur und Solidarität sowie die Mission der Ukrainer weltweit, die nationale Identität zu bewahren und die Ukraine zu unterstützen.
Eine der wichtigsten psychologischen Veränderungen in Kriegszeiten, betonte die Rektorin der UFU, ist der Übergang von der Opferrolle zur aktiven Subjektivität und persönlichen Verantwortung. Die Ukrainerinnen und Ukrainer wehren sich zunehmend entschieden gegen den ihnen aufgezwungenen Minderwertigkeitskomplex und die Hilflosigkeit und entscheiden sich für Freiheit, Würde und das Recht, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.
Besonderes Augenmerk lag auf dem posttraumatischen Wachstum.
Die Kriegserfahrung kann trotz Schmerz und Verlust zu einem tieferen Bewusstsein für den Wert des Lebens beitragen, die persönliche Stärke fördern, die Prioritäten im Leben neu überdenken lassen und die Beziehungen zu Angehörigen und der Gemeinschaft vertiefen. Für viele Ukrainerinnen und Ukrainer wird die Kriegserfahrung auch zum Anstoß für spirituelle Stärkung und die Suche nach dem Sinn des Lebens.
Der Glaube bleibt eine wichtige Säule der psychischen Widerstandsfähigkeit. In Zeiten der Unsicherheit kann er zu einem existenziellen Anker werden, der Hoffnung schenkt. Religiöse Gemeinschaften entwickeln sich gleichzeitig zu wichtigen Zentren psychoemotionaler Unterstützung, ehrenamtlichen Engagements und gegenseitiger Hilfe.
„Die ukrainische Identität wird in den Prüfungen des Krieges nicht einfach bewahrt – sie wird gestärkt, gewinnt neue existenzielle Bedeutungen und wird zu einer unbesiegbaren Kraft unserer Wiedergeburt“, betonte Rektorin Prof. Dr. Larysa Didkovska.
Foto: Pressedienst der St. Sophia Gesellschaft der USA


