Die Ukrainische Freie Universität ist stolz darauf, an einem bedeutenden Ereignis mitzuwirken, das im Herzen Europas historische Gerechtigkeit wiederherstellt.
Vor 150 Jahren wurde in der Stadt Bad Ems der Emser Erlass unterzeichnet – ein Versuch des Russischen Reiches, die ukrainische Sprache, Kultur und letztlich die ukrainische Identität von der Landkarte der Welt zu tilgen. Doch die hartnäckigen Versuche des Imperiums, das ukrainische Wort zu vernichten, stärkten nur den Zusammenhalt unseres Volkes und gaben den Anstoß zu einem kraftvollen intellektuellen Widerstand.
Aus eben diesem Geist des Widerstands entstand 1921 im Exil die Ukrainische Freie Universität. Über Jahrzehnte hinweg blieb die UFU jene „Oase der Freiheit“, in der das ukrainische Wort nicht nur bewahrt, sondern als vollwertiges wissenschaftliches und philosophisches Instrument auf europäischem Niveau weiterentwickelt wurde.
🌐 Bei der Gedenkveranstaltung „Die Zukunft gehört der Freiheit – und sie spricht Ukrainisch!“, die im historischen Vier-Türme-Haus stattfand, in dem einst der Erlass unterzeichnet wurde, richtete die Rektorin der UFU, Professorin Larysa Didkovska, ein digitales Grußwort an die Teilnehmenden.
Wie die Rektorin in ihrer Ansprache betonte, bestand die Mission der UFU stets darin, die Folgen solcher imperialen Maßnahmen zu überwinden. Tag für Tag beweisen wir, dass die ukrainische Identität kein „ethnographischer Zusatz“ ist, sondern ein eigenständiges und vollwertiges Subjekt der europäischen Zivilisation.
Вa die Ukraine erneut für ihre Freiheit kämpft und die Werte der gesamten freien Welt verteidigt, erklingt die Stimme unserer Wissenschaft, unserer Musik und unserer Kultur lauter denn je.
Wir danken den Organisatorinnen und Organisatoren, den Diplomatinnen und Diplomaten, unseren Kolleginnen und Kollegen von deutschen Universitäten sowie der gesamten europäischen Gemeinschaft herzlich für diese eindrucksvolle Veranstaltung des Gedenkens und der Solidarität.



