Ukrainische Freie Universität

Ukrainian Free University • Український Вільний Університет

Allgemeine Information

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Bibliothek

Die Bibliothek der Ukrainischen Freien Universität beherbergt Ausgaben, die zu den wertvollsten in Europa gehören. Zu ihren Beständen gehören über 30 Tausend Bücher und Periodika. Im Jahre 1991 wurde der Bibliothek der UFU vom Innenministerium der Bundes­republik Deutschland bescheinigt, eine der wichtigsten Quellen für Ukrainekunde zu sein.

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Als Beispiel seien Folgende Ausgaben genannt:

У бібліотеці УВУ зберігається ряд стародруків («Compendium Juris...» (1717), «Delineatio historiae ivris civilis romani et germanici» (1766), «Abriss der Wissenschaftskunde und Methodologie der Rechtsgelehrsamkeit» (1797), eine Geschichte der Ukraine in zwei Bänden, herausgegeben in Paris 1788, unter dem Titel «Annales, de la Petite-Russie; ou Histoire des Cosaques-Saporogues et des cosaques de L’Ukraine...», Geschichte der Ukraine in deutscher Sprache von Johann Christian Engel 1796, «Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. Galizien» (Wien, 1898), «Allgemeines Landes Gesetz und Regierungsblatt für das Kronland Bukowina» (1851). Ebenso finden sich hier die Erstdrucke verschiedener Autoren, wie P. Kuliš (1874), N. Kostomarow (1905, 1906), Geschichte der Ukraine von M. Hruševskyj, Lexikon der ukrainischen Sprache von B. Hrinčenko (Kyjiv 1909), „Kobzar“ von Taras Ševčenko (Prag 1876), Werke von I. Franko. S. Kovaliv und vieler anderer.

Zur Besonderheit gehört eine fast vollständige Sammlung von Zeitungen, Zeitschriften und Bulletins, die unmittelbar nach dem Kriegsende zwischen 1945 und 1950 in den DP-Lagern herausgegeben wurden.  Organisationen und Vereine, die sich gebildet hatten, gaben über ihre Tätigkeit Zeitschriften und Informations­blätter heraus, die heutzutage von großem Interesse sind. An dieser Stelle sollten auch die Periodika und Monographien der Ukrainischen Freien Universität genannt werden.

Die Bestände der Bibliothek werden seit Jahrzehnten vergrößert dadurch, dass einzelne Personen und Institutionen fürstliche Schenkungen der Bibliothek angedeihen lassen.


Archiv

Im Archiv der Ukrainischen Freien Universität befinden sich Schriftstücke von Institutionen, Privatpersonen und den Presseorganen, die weit über die Tätigkeit und den Einflussbereich der Universität hinausgehen.  Die Einführung des Archivs fällt mit dem Gründungsdatum der Universität am 17. Januar 1921 zusammen.

Das archivierte Material wird nach den verschiedenen Perioden der Tätigkeit der Universität unterteilt: der Wiener Periode 1921, der Prager Periode 1921 – 1944 und der Münchner Periode seit 1945 bis zur Gegenwart. Es gibt das eigene Archiv der Universität und sog. fremdes Archiv, von Institutionen und Personen, die ihr Material bei der Universität zur Aufbewahrung deponiert haben.

Das eigene archivierte Material der UFU in München umfasst 234 Kartons unter 44 Titeln. Bei dem zweiten, bereits genannten Teil des Archivs, sollen insbesondere studentische Organisationen genannt werden: Die Zentrale Vereinigung der Ukrainischen Studenten 1922 – 1937, Vereinigung der Ukrainischen Studen­tischen Organisationen von Danzig 1922 – 1928, und Verein der Ukrainischen Studentischen Organisation in Berlin 1931-1941.

Zu Institutionen, die ihre Archive bei der UFU deponiert haben, gehören: Bruderschaft der Divisionsangehörigen, Bruderschaft der ehemaligen Freiheitskämpfer, Hilfskommitte für die Studenten, Organisation der Ukrainischen Nationalisten, Wissenschaftliche  Ševčenko­gesellschaft in Europa, Weltkongress der Freien Ukrainer, Vereinigung der Kriegsinvaliden, Vereinigung der ukrainischen Journalisten, Ukrainisches Internat „Ridna Schkola“ in München, Zentralvertretung der Ukrainischen Emigration in Deutschland u. a. Einen gesonderten umfangreichen Teil bildet das Pressearchiv der DP-Lager in Deutschland und Österreich 1945-1951, ebenso die Zeitschrift „Rozsvit“, welche im Gefangenenlager von Rastatt 1916 – 1917 herausgegeben wurde. 

In der UFU befinden sich über 60 persönliche Archive, zusammengefasst in Kartons: O.Baraniv (15 K.), M Gocij (53 K.), W.Deržavyn (23 K.), P.Zajcev (8 K.), G.Kruk (9 K.), O.Kulčyckyj (5 K.), Z.Pelenskyj (4 K.), D.Oljanyč (30 K.), N.Polonska-Vassylenko (10 K.), W.Janiw (15 K.), P.Kurinnyj (2 K.), I.Mirtschuk (2 K.), W.Maruniak (2 K.), u. a.  

Unter den Beständen, welche nach Themen angeordnet sind, befinden sich unter anderen Autographe von O.Kobylianska, B.Lepkyj, D.Čyževskyj, S.Baran, Schriften über die Hungersnot-Holocaust „Holodomor“ 1932-1933, Dokumente über das künstlerische Leben der Ukrainer in Westeuropa 1930-1990, Schriftstücke der „Enzyklopädie der Ukraine“ sowie Dokumente zur 1000-Jahrfeier der Christianisierung er Ukraine.